Vorstand

Präsidentin und Vorstand der SP Migrant:innen Bern

Präsidentin

Leyla Güzel, SP Oberburg, Delegierte in der Delegiertenkonferenz der SP Migrant:innen Schweiz: "Der Zusammenhalt unter uns wird mit einer besseren Migrationspolitik noch stärker. Beispielsweise finanziell. Es sollte mehr in die Bildungsförderung investiert werden oder man sollte jedem und jeder die Chance bieten, das Stimmrecht zu erhalten. Da ich selbst aus einer Migrationsfamilie komme und seit klein auf politisch aufwuchs, liegen mir diese Themen sehr am Herzen. Bei den SP Migrant:innen Bern bin ich jetzt schon länger gerne aktiv und würde mich freuen, die Chance zu erhalten, um mehr leisten zu können. Es ist eine Riesenchance, welches wir haben und so gut es geht nutzen sollten. Wir können die Stimme vieler anderer sein. Ich sehe mich verpflichtet die Stimme der Flüchtlinge, Frauen, Kinder und von vielen anderen zu sein. Ich freue mich auf diese Zeit und hoffe auf ein positives Ergebnis."

Vorstandsmitglieder

Amin Ahmadi, SP Gümligen

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Fereshte Akbari, SP Zollikofen

"Ich bin 19 Jahre alt und wohne in Zollikofen, Bern. Ich würde gerne im Vorstand sein, um etwas zu bewegen. Zusehen, wie Menschen diskriminiert werden, misshandelt und ihnen ungerecht getan wird, tut mir weh. Schon als kleines Kind stand ich für die Schwächeren ein, das hat sich bis heute nicht verändert. Damals war ich ein kleines Kind und konnte nicht viel machen. Lange Zeit war ich unzufrieden nichts tun zu können. So stoss ich auf die SP Schweiz-Seite. Das war mein Licht. Endlich konnte auch ich mit anderen etwas mitbewegen. Denn Politik findet nicht nur im Bundeshaus mit «wichtigen» Menschen statt, sondern auch bei jedem der etwas mitbewirken möchte in einem kleinen Café. Im Vorstand der SP Migrant:innen habe ich die Chance mitzureden, mit zu organisieren und endlich etwas zu bewirken."

Mahtab Aziztaemeh, SP Bern-Bümpliz/Bethlehem

"Ich bin eine Geflüchtete in der Schweiz und musste mich immer in jedem Schritt viel bemühen. Die Geschichte von der Politik in der Schweiz zeigt, dass es ein langer Weg ist, um etwas zu verändern. Frauen haben lange gekämpft, bis sie das Stimmrecht bekommen haben. LGBQ haben erst neu das Recht für Ehe bekommen. Für mich bedeutet dies, dass wir Migranten und Migrantinnen einen langen und schwierigen Weg vor uns haben, um Teil der Demokratie in der Schweiz zu sein. Wir müssen unermüdlich daran arbeiten, Partizipationsbarrieren zu beseitigen und die Regeln zu beseitigen, die ein Zusammenleben und Inklusion verhindern. Um dieses gar nicht so einfache Ziel zu erreichen, bin ich mit seit zwei Jahren im Vorstand der SP Migrant:innen Bern unterwegs und versuche, Migrationsgesetze zu ändern und ein partizipatives Leben zu erreichen."

Sara Boccafogli, SP Köniz

"Ich bewerbe mich für den Vorstand der SP-Migrant:innen Kanton Bern, da ich darin eine wertvolle Chance sehe, mich für die Werte, die mir am Herzen liegen, zu engagieren. Ich bin 30 Jahre alt und komme aus Bologna, Italien, wo ich Internationale Beziehungen studiert habe. Politik war immer ein wichtiger Teil meines Lebens: Auch in Italien war ich in verschiedenen gewerkschaftlichen und bewegungspolitischen Organisationen aktiv. Vor drei Jahren bin ich zu meinem Partner in die Schweiz gezogen und erlebte selbst, mit welchen Herausforderungen man als Migrant:in in der Schweiz fertigwerden muss. Im Rahmen meiner Arbeit bei er Unia, Sektor Transport und Logistik, und durch mein persönliches Umfeld wurde mir klar, dass es viele Menschen gibt, die mit ähnlichen und teilweise auch schwierigeren Herausforderungen (Anerkennung von Ausbildungen und Diplomen, Rassismus und Diskriminierung etc.) fertig werden müssen und die ebenfalls keine politischen Rechte haben. Die SP Migrant:innen versucht, Menschen mit Migrationshintergrund in der Schweiz eine politische Stimme zu geben und Personen wie mir eine Möglichkeit anzubieten, sich politisch zu engagieren. Es freute mich, wenn ich die Möglichkeit bekomme, meine persönliche und berufliche Erfahrung und mein Wissen für die SP Migrant:innen und meine Mitmenschen in Kanton Bern einsetzen zu können."

Rojda Candan, SP Münchenbuchsee

"Für mich ist das Wohlergehen aller Menschen immer an erster Stelle, egal in welchem Zusammenhang. Es ist mir wichtig, dass sich alle Menschen gleich wichtig oder auch gleich wahrgenommen fühlen und dafür möchte ich mich einsetzen. In der Berufswelt wurde mir oftmals gesagt, dass die Jugend von heute die Zukunft von morgen sei und genau mit diesem Ansatz möchte ich weiterfahren. Wenn die Jugend von heute die Zukunft von morgen ist, dann müssen auch Menschen mit Migrationshintergrund wahrgenommen werden und die nötige Unterstützung erhalten. Also ergreife ich die Chance und setze mich bei den SP Migrant:innen für eine bessere Bildungspolitik wie auch für die Gleichstellung ein. Nur GEMEINSAM können wir etwas verändern! Ich freue mich auf die kommende Zeit und denke, dass wir positive Ergebnisse erzielen können."

Franco Castrovillari, SP Bern Nord

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Helin Genis, SP Bern Holligen

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Leyla Gül, SP Bern-Bümpliz

"Ich wohne mit meinem Mann und meinen beiden Kindern (10 und 12) in Bern-Bümpliz. Beruflich arbeite ich als Leiterin des Personaldienstes der Direktion für Finanzen, Personal und Informatik der Stadt Bern, wo ich unter anderem auch für die Erarbeitung einer Diversitätsstrategie für die Mitarbeitenden zuständig bin. An der Mitarbeit bei den SP Migrant:innen interessieren mich insbesondere die Themen Bildung und Arbeit. Ein fairer Zugang zur Aus- und Weiterbildung und gute Entwicklungs­möglichkeiten sind nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch die Grundlage für diverse Teams und eine gute Zusammenarbeit."

Peter Hug, SP Bern Nord

"Ich will im Vorstand dazu beitragen, dass die Migrationsbevölkerung in der Schweiz eine starke eigene politische Stimme erhält – innerhalb der SP und ausserhalb. Ich habe keinen Migrationshintergrund. Deshalb halte ich mich im öffentlichen Auftritt zurück, unterstütze aber sehr gerne alle, die sich in und mit den SP Migrant:innen engagieren wollen. Im Moment besorge ich (als Freiwilliger) das Sekretariat der SP Migrant:innen Bern und bin auch in der Geschäftsleitung der SP Migrant:innen Schweiz. Seit Sommer 2020 bin ich pensioniert. Vorher war ich internationaler Sekretär der SP Schweiz und unterstützte die SP Fraktion im National- und Ständerat in Fragen der Aussen- und Sicherheitspolitik. Auch die Frage der Chancengerechtigkeit in der Bildung ist mir sehr wichtig."

Halua Pinto de Magalhäes, Stadtrat Bern

Vertreter der SP Migrant:innen in der Geschäftsleitung der SP Kanton Bern

"Obwohl die SP eine sehr breite Vielfalt von politisch engagierten Menschen vereint, ist Migration nach wie vor ein Thema, das eine gewisse Herausforderung für diese Partei ist. Es braucht daher Mitglieder, die - auch mit dem Privileg der Staatsbürgerschaft - versuchen das Thema innerhalb der Partei, aber auch im Auftritt gegen aussen sichtbar zu machen und entsprechende politische Forderungen einzubringen. Als Gründungsmitglied des ehemaligen SP-nahen Vereins "Second@s Plus Bern" und dann auch den "SP Migrant:innen Bern" ist mir dieser Aspekt immer noch ein grosses Anliegen. Durch meine Vernetzung mit anderen ausserparteilichen Initiativen, wie u.a. dem "Institut Neue Schweiz" oder dem Kollektiv "Wir alle sind Bern", die sich ebenfalls für Chancengerechtigkeit und demokratische Teilhabe aller hier lebenden Menschen einsetzen, kenne ich mich mit den aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten sehr gut aus und biete mich an diese Perspektiven weiterhin in den Vorstand einzubringen."

Steffen Rottler, SP Bern Süd

"Ich bin Pfarrer. Neben dem Pfarramt habe ich in der Schweiz und im Ausland in der Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet und als Kursleiter Deutsch- und Integrationskurse für Flüchtlinge gegeben. Ich komme aus Deutschland und lebe seit 35 Jahren in Bern. Seit einigen Jahren bin ich eingebürgert und kann politisch partizipieren. Seit 2019 bin ich Mitglied im Vorstand der SP Migrant:innen Kanton Bern. Für mich ist das ein Ort, wo wir Migrant:innen uns Gehör verschaffen, uns mit unseren Kenntnissen, Geschichten und Erfahrungen einbringen und unsere Anliegen formulieren können. Dafür möchte ich mich weiter einsetzen. Insbesondere ist es mir ein Anliegen, dass die Einbürgerung erleichtert wird, und wir Migrant:innen dazu motivieren und darin unterstützen, sich einbürgern zu lassen, um politisch partizipieren zu können."

Jakub Walczak, SP Erlach

"Ich komme aus Polen, bin 17 Jahre alt und lebe seit 2015 in der Schweiz, genauer in Erlach am Bielersee. Meine Politisierung fing Ende 2019 an, als ich den erneuten Wahlsieg der polnischen rechtsautoritären PiS-Partei sowie auch die Klimastreikbewegung in der Schweiz mitbekommen habe. Dort merkte ich, dass ich mich auch engagieren möchte, und das für eine konsequent linke Politik. In meinem Bekannt*Innen- und Familienkreis gibt es auch mehrere Pol*innen, die in prekären Arbeits- oder auch Schuldensituation sind, und nicht auf den Staat zählen können, obwohl sie das bräuchten. Das muss sich ändern! Aus diesen und anderen Gründen bin ich seit März 2020 Mitglied der JUSO Stadt Bern und seit über einem Jahr dort im Vorstand und auch bei der JUSO Schweiz in der Co-Leitung der AG Internationales. Ich engagiere mich auch in der SP Erlach und habe schon Social-Media Erfahrung, die ich im Vorstand der SP Migrant:innen Kanton Bern nutzen möchte, um uns mehr Sichtbarkeit zu beschaffen und um Aufklärungsarbeit in der Schweizer Bevölkerung über die Situation von Migrant*innen zu tätigen. Deswegen wäre ich sehr froh wenn ihr mich in den Vorstand wählt."

Mirjam Werlen, SP Bern Nord

"Migrant:innen haben immer noch nicht die gleichen Rechte wie andere Menschen, die in der Schweiz wohnen und Steuern zahlen. Während des Lockdowns haben auch Migrant:innen in der Pflege gearbeitet, sie arbeiten im Verkauf, in der Kinderbetreuung und Care-Arbeit, manchmal für einen Stundenlohn in Privathaushalten. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, gleiche Chancen beim Zugang zum Arbeitsmarkt, Inklusion statt Integration, Beratungs- und Informationsangebote in allen Migrations­sprachen, Vernetzung von Migrant:innen untereinander, Einbürgerungs­verfahren OHNE Diskriminierung, eine existenzsichernde Sozialhilfe, das «Stimmrecht für alle» – dafür möchte ich mich im Vorstand der SP Migrant:innen Bern engagieren. V.a. ist es für mich inakzeptabel, dass seit Jahrzehnten in der Schweiz lebende Migrant:innen des Landes verwiesen werden können, nur weil sie in Not Sozialhilfe beziehen müssen."

Vergleiche die Motiviationsschreiben anlässlich der Kandidatur in den Vorstand